Von Anfang an dabei

Levente Pátrovics (© private)

Es ist sicher keine Übertreibung, wenn jemand sagt: Niemand kennt Lufthansa Systems Hungária besser als Levente Pátrovics – denn Levente ist bereits seit Februar 1996 bei Lufthansa Systems in Budapest. Wir haben ihn zu seinen Erfahrungen befragt.

Levente war damals erst der 20. neu eingestellte Kollege an unserem Standort in Budapest. In den letzten Jahrzehnten war er intensiv an der Entwicklung mehrerer Lufthansa Systems' Produkte beteiligt und arbeitet zurzeit als Kompetenzleiter im Bereich IT-Architektur.

 

Wie hast du zum ersten Mal etwas von Lufthansa Systems gehört?
Ich war damals bei Philips Research in Eindhoven, Holland, tätig und mein sechsmonatiges Stipendium als Trainee in der Forschung ging gerade zu Ende. Einer meiner Studienkollegen, der wusste, dass ich Deutsch spreche, leitete mir die Stellenanzeige der ungarischen Niederlassung von Lufthansa Systems weiter, die kurz vor der Eröffnung ihres Büros in Budapest stand.
 

Kannst du dich noch an deinen ersten Arbeitstag erinnern?
Das Büro war zu diesem Zeitpunkt gerade erst eröffnet worden, so dass alles noch sehr neu und frisch gestrichen war. Es dauerte eine Weile, bis wir unsere Rechner benutzen konnten. Da wir Mainframe-Anwendungen für die Lufthansa entwickelten, konnten wir nur mit einer Terminalsoftware über eine Standleitung mit einer Geschwindigkeit von 16 kbit/s (!) arbeiten. Ich kann mich noch gut daran erinnern: Wenn mehrere Kollegen gleichzeitig arbeiteten, dauerte es immer ein paar Sekunden, bis unser getippter Text auf dem Bildschirm erschien.

 

 

Was war das interessanteste Projekt, an dem du während deiner Zeit bei Lufthansa Systems gearbeitet hast?
Ich denke da vor allem an mein erstes Projekt: FDI (Flight Data Information). Bei diesem Projekt haben wir Briefing- und Wetterinformationen für das Lufthansa-Cockpit geliefert. Für mich als Neuling war es das erste Mal, dass ich in die großartige Welt der Luftfahrt eingetaucht bin. Flugstrecken, Segmente, METAR¹, SIGMET² und viele andere Dinge waren mir damals völlig neu. Ich werde nie den Moment vergessen, als ich auf einem Flug von Frankfurt nach Budapest im Cockpit saß und sehen konnte, wie meine Anwendung von den Piloten benutzt wurde. Das war ein echtes Aha-Erlebnis.
 

Was war die seltsamste oder lustigste Situation während deiner Zeit bei Lufthansa Systems? An welchen Moment erinnerst du dich oft?
Als Teamleiter hatte ich meinen ersten Termin in der Hamburger Niederlassung von Lufthansa Systems, um mögliche Kooperationsthemen zu besprechen. Ich vergaß, meinen Wecker zu stellen, und bin erst 45 Minuten vor dem Abflug aufgewacht. Zwei Minuten später saß ich in meinem Auto (damals ein Polski Fiat) und raste zum Flughafen. Die Lufthansa-Kollegen am Flughafen Budapest waren sehr hilfsbereit und brachten mich schnell durch die Sicherheitskontrolle. So konnte ich im letzten Moment, bevor die Türen geschlossen wurden, ins Flugzeug einsteigen.

 

 

Was motiviert dich bei Lufthansa Systems zu arbeiten? Was macht Lufthansa Systems aus deiner Sicht zu einem guten Arbeitgeber?
Im Unternehmen herrschte viele Jahre eine familiäre Atmosphäre. Mit dem Wachstum auf mehrere Hundert Mitarbeiter, hat sich das inzwischen zwar etwas geändert. Aber Vieles davon ist erhalten geblieben, beispielsweise, dass die Kollegen sich noch immer grüßen, wenn sie im Büro vorbeikommen oder sich im Aufzug treffen. Mir gefällt auch unsere Arbeitsatmosphäre sehr gut. Es werden keine Sündenböcke gesucht, man unterstützt sich gegenseitig und arbeitet lösungsorientiert. Da ich lange Jahre als Führungskraft bei Lufthansa Systems Hungária tätig bin, hoffe ich, dass auch ich meinen kleinen Beitrag zu dieser Unternehmenskultur geleistet habe.


Zum Abschluss wollen wir den Jahrestag zum Anlass nehmen, den Blick nach vorne zu richten: Welche Veränderungen und Herausforderungen sind in der näheren Zukunft zu erwarten? Was wünschst du dir für das Unternehmen?
Die Tatsache, dass Lufthansa Systems eng in den Lufthansa Konzern integriert ist, bietet uns viele Chancen für die Zukunft. Ich wünsche mir, dass Lufthansa Systems Hungária an zahlreichen innovativen Projekten im Rahmen der digitalen Transformationsstrategie der Lufthansa beteiligt ist und wir unseren Beitrag zur Erneuerung der IT-Landschaft der Airlines leisten können, damit diese fit für die Aufgaben des 21. Jahrhunderts werden.

 

 

Lufthansa Systems celebrates its 25th anniversary in 2020  (© Lufthansa Systems)

An dieser Stelle werden bald noch weitere Kollegen von ihren langjährigen Erfahrungen berichten.

Bleiben Sie neugierig!

 

 

 

 

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Erklärungen:
1) METAR (METeorological Aerodrome Report): eine standardisierte Meldung in Kurzform, die die Wetterbeobachtung eines einzelnen Flugplatzes wiedergibt.
2) SIGMET (SIGnificant METeorological phenomena): ein Wetterwarnsystem für den Flugverkehr

Bilder:
1) Levente Pátrovics (© privat)
2) Levente Pátrovics im Büro in Budapest vor einigen Jahren
(© privat)
3) Beim Besuch im Rechenzentrum der Lufthansa Systems in Kelsterbach bei Frankfurt
(© privat)
4)
Lufthansa Systems feiert 2020 ihr 25-jähriges Jubiläum (© Lufthansa Systems)

 

 

 

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