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Flugzeuge im Dienste als Wetterfrösche

Daten zur Vorhersage des Wetters werden mit Hilfe von etablierten Messmethoden wie Satelliten, Wetterstationen, Radiosonden und…Flugzeugen erhoben. Ja, Sie haben richtig gelesen!

Schon seit Mitte der 1990er Jahre messen europäische Fluggesellschaften wie Lufthansa, British Airways und Air France Wetterdaten. Lufthansa misst beispielsweise überwiegend in deutschen, osteuropäischen wie auch datenarmen Gebieten Asiens und im Südatlantik.

Der Vorteil der Gewinnung der Wetterdaten während eines Fluges?

Die im Flug ermittelten Werte erhöhen die Genauigkeit der Wettervorhersagen um fünf bis sieben Prozent. Und, je präziser die Wettermodelle, desto vorteilhafter ist dies auch für die Flugwegplanung der Airlines und den Passagierkomfort während des Fluges.


Der Luftdrucksensor (links) und der Temperatursensor (rechts) befinden sich am unteren Flugzeugrumpf unterhalb des Cockpits eines Airbus A 300-600.

Doch wie funktioniert die Messung in der Luft?

Die notwendigen Messgeräte für die Ermittlung der AMDAR-Daten (Aircraft Meteorological Data Reporting) sind bereits an Bord der Flugzeuge vorhanden – denn auch Piloten benötigen im Cockpit Informationen über barometrische Höhen, Lufttemperatur, Luftdruck und die Windverhältnisse.

Wie werden die Daten erhoben?

Zunächst legt der Wetterdienst ein bestimmtes Messprofil fest. Stündliche Messungen an einem Flughafen, Messungen im Steig-, Sink- oder während des Reiseflugs und auch der zeitliche Abstand zwischen den Messungen, die Messfrequenz, stehen beispielsweise zur Wahl. Erst bei der Übertragung der Wetterdaten kommen wir von Lufthansa Systems ins Spiel.

Die gewünschten Anforderungen werden an Lufthansa Systems’ E-AMDAR Data Optimisation System (E-ADOS) übertragen. Daraufhin wählt das System aus den verfügbaren Flügen jenen aus, der dem gewünschten Anforderungsprofil entspricht. So werden Mehrfachnennungen vermieden. Über eine etablierte Datenschnittstelle wird die Messung an Bord aktiviert und die Wetterdaten aus der Luft auf den Boden übertragen. Die gebündelten Einzelnachrichten werden daraufhin anonymisiert an den deutschen Wetterdienst (DWD) übertragen.

Der DWD nutzt diese Daten für die Berechnung der Wettervorhersagen und gibt sie außerdem an die ICAO World Area Forecast Center (London und Washington) weiter. Die ICAO World Area Forecast Center erstellen die Vorhersagen für die Flugwegplanungssysteme - von dort können alle Fluggesellschaften die weltweiten Wetterdaten verschiedener Flughöhen beziehen.

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